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PROJEKTE

Kubas langer Schatten der Erinnerung

Titel Kubas langer Schatten der Erinnerung

Buch und Regie Norbert Busè

Produzent: Norbert Busè

Redaktion Sabine Bubeck-Paaz

Auftraggeber/Sender arte/ZDF

Drehzeitraum Januar/Juni 2016

Ausstrahlungsdatum tba

Länge 52 Minuten 

Ansprechpartner Norbert Busè

Barack Obama wendet sich 2016 erstmals  an die Bevölkerung in Kuba und verspricht eine bessere Zukunft. Doch das Wirtschaftsembargo der USA ist bis heute in Kraft.  Viele Kubaner bleiben daher skeptisch. Ihr Misstrauen steckt tief, denn seit vielen Jahren erhebt die Kubanische Regierung schwere Vorwürfe gegen den großen Nachbarn. Der Film „Kubas langer Schatten der Erinnerung“  geht einigen dieser Anschuldigungen nach.

Es geht unter anderem um dramatische Ereignisse nach der Machtergreifung Castros in Kuba. Von Dezember 1960 an werden über 14.000 kubanische Kinder von ihren Eltern in die USA geschickt - ein gewaltiger Exodus,  eine nie vergessene Tragödie für das Land. Einige Kinder sehen ihre Eltern nie wieder oder wenden sich mit der Zeit von ihnen ab. Die Gründe für das abrupte Verlassen der Heimat sind vielfältig.  Eine Motivation könnte ein Gerücht gewesen sein, das sich später als falsch herausstellte: Fidel Castro wolle den Eltern ihre Kinder wegnehmen, um sie in Lagern ideologisch umzuerziehen. Jahre später jedoch entsteht die Vermutung, dass sich hinter den Ereignissen eine  Geheimdienstoperation der USA verbirgt, an der eventuell auch die katholische Kirche mitwirkte: Die Operation „Pedro Pan“. Sie sollte Fidel Castros Land mitten ins Herz treffen - und steht, soweit die Behauptung der Kubaner,  am Beginn einer langen Reihe von Operationen gegen das kommunistische Kuba. Über fünfzig Jahre später befinden sich die CIA-Akten noch immer unter Verschluss, und einige Betroffene leiden nach wie vor unter der Ungewissheit.

Diesen und anderen schweren Vorwürfen der Kubaner geht Norbert Busè in seiner  Dokumentation „Kubas langer Schatten der Erinnerung“ mit Hilfe von Zeitzeugen, Experten und ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern nach. Da bis heute keine gemeinsame Vergangenheitsbewältigung beider Staaten stattfindet, müssen viele  Fragen offen bleiben.