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Berlin baut ein Schloss

Zwischen Monarchie, DDR und Demokratie.

TRAILER

ÜBERBLICK

„Berlin baut ein Schloss“ erzählt die wechselvolle Geschichte des Berliner Schlossplatzes und des Wiederaufbaus des Stadtschlosses. Der Film blickt zurück auf die Hohenzollern, die Zerstörung des Schlosses und die DDR-Zeit im Palast der Republik.

Mediathek

Partner

Arte

Genre

Non-Fiction

Format

Film

Image by Annie Spratt
Image by Autumn Studio
Image by Annie Spratt

Darsteller

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Team

Buch & Regie

Norbert Busè


Redaktion

Sabine Bubeck-Paez

Kamera

René Gorski


Schnitt

Lucian Busse

0

Staffeln

0

Folgen

2020

Produktionszeitraum

GALLERY

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TRAILER

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Wer Ende Dezember das Zentrum Berlins besucht, wird sich vielleicht wundern. Nach sieben Jahren Dauerbaustelle steht hier einer der bedeutendsten europäischen Kulturbauten. Von außen betrachtet ist es der Wiederaufbau des 1950 gesprengten Berliner Stadtschlosses. Mehr als fünfhundert Jahre war das Gebäude der Herrschaftssitz der Hohenzollern, von hier regierten Preußens Könige und zuletzt die Kaiser des Deutschen Reichs. Im Inneren geplant als modernes zeitgenössisches Veranstaltungs- und Ausstellungszentrum, soll es zum Treffpunkt für Besucher aus aller Welt werden. Die rekonstruierte Außenfassade, die das moderne Innenleben umkleidet ist ein Zeitdokument, aber vor allem ein Dokument unserer Zeit. Es erzählt über unser Verhältnis zur Monarchie, Architektur und unsere Beziehung zur Kultur- und Baugeschichte. Den Wunsch das Schloss wieder aufzubauen gab es schon in den achtziger Jahren. Aber erst als ein Förderverein Gerüste aufgebaut und Schlossfassaden auf Folien gemalt hatte, wurde die Entscheidung für einen Wiederaufbau forciert. Der Film „Berlin baut ein Schloss“ gräbt in der Vergangenheit und legt das ganze historische Fundament frei, auf dem das neue Gebäude heute steht. Im Rückblick wird klar, dass die Historie des Ortes bis heute mit uns zu tun hat. Denn Berlins Mitte hat wichtige Epochen deutscher Geschichte erlebt. Kaiser Wilhelm II. verkündete von hier aus den 1. Weltkrieg. Nach der Sprengung des Schlosses, 1950 wurde der Platz zum Zentrum von Massenkundgebungen der DDR und später im Palast der Republik hat die DDR-Volkskammer dem deutsch-deutschen Einigungsvertrag zugestimmt. „Berlin war früher, bevor sich die Monarchie hier niedergelassen hat, ein Handelszentrum geprägt von freiheitsliebenden Bürgern. Das zeigt sich bis heute,“ meint der bekannte Berlin-Biograf Jens Bisky. Der Grund, auf dem das neue Berliner Schloss steht, bleibt ein spannungsgeladener Ort, ein städtischer Raum, in dem heute ein demokratischer Staat sein Erbe neu verhandeln muss. Zu dem Vermächtnis gehört auch die barocke Fassade des Berliner Schlosses. Da es keine Pläne mehr gab, haben Bildhauer anhand von erhaltenen Fotografien jahrelang die zerstörten Kunstwerke rekonstruiert. Einer der bekanntesten ist der Bildhauer Frank Kösler, den der Film über mehrere Jahre bei seiner Arbeit begleitet hat. Zusammen mit seiner Tochter hat er an der gewaltigen Aufgabe gearbeitet, möglichst detailgetreu die Kunstwerke nachzubilden. „Die Formensprache des Barocks ist unglaublich komplex. Die Bildhauer seiner Zeit waren extrem gut ausgebildet und verfügten über eine Brillanz, die es heute nicht mehr gibt,“ meint Frank Kösler. Inwiefern ihm und seiner Tochter Ada vielleicht dennoch neue Meisterwerke gelungen sind, zeigt unter anderem der Film „Berlin baut ein Schloss“ von Norbert Busè auf Arte.
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