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Kubas langer Schatten der Erinnerung

Ein Blick auf Kubas schwieriges Verhältnis zum großen Nachbarn.

TRAILER

ÜBERBLICK

Barack Obama wendet sich 2016 erstmals an die Bevölkerung in Kuba und verspricht eine bessere Zukunft. Doch das Wirtschaftsembargo der USA ist bis heute in Kraft. Viele Kubaner bleiben daher skeptisch. Ihr Misstrauen steckt tief, denn seit vielen Jahren erhebt die Kubanische Regierung schwere Vorwürfe gegen den großen Nachbarn. Der Film „Kubas langer Schatten der Erinnerung“ geht einigen dieser Anschuldigungen nach.

Mediathek

Ansehen

Partner

Arte, ZDF

Genre

Non-Fiction

Format

Film

Image by Annie Spratt
Image by Autumn Studio
Image by Annie Spratt

Darsteller

[Scroll]

Team

Buch & Regie

Norbert Busè


Redaktion

Sabine Bubeck-Paaz

Kamera

René Gorski


Schnitt

Heidi Reuscher

0

Staffeln

0

Folgen

2018

Produktionszeitraum

GALLERY

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TRAILER

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Seit einiger Zeit kursieren Gerüchte in der amerikanischen Presse, die an einen Sciencefiction Roman erinnern: Angeblich sollen durch das Einwirken von Killerschallwellen Ende 2016 amerikanische Diplomaten in Havanna krank geworden sein. Im Januar 2018 sagt das US-Außenministerium, es weiß immer noch nicht, "wer oder was die medizinischen Symptome verursacht hat". Amerikanische Anschuldigungen und kubanische Dementis bestimmen die Diskussion darüber und manch einer fühlt sich in dunkle Zeiten zurückversetzt. Dabei schien der kalte Krieg zwischen Amerika und Kuba nach dem versöhnlichen Auftritt Obamas 2016 in Kuba endgültig vorbei zu sein. Doch der Schein trügt. Seit der Wahl Trumps dreht sich das Rad der Geschichte wieder zurück. Das Wirtschaftsembargo der USA ist bis heute in Kraft, amerikanische Versprechungen wurden nicht umgesetzt. Eine Bestätigung für die USA-Skeptiker. Viele Kubaner behielten auch nach dem Tauwetter ihre Antipathie gegenüber den USA. Die Abneigung gegenüber den USA gründet auf eine Reihe von schweren Vorwürfen, die bis heute nicht aufgearbeitet, die Beziehung zu den USA belasten. Unser Film „Kubas langer Schatten der Erinnerung“ geht einigen dieser kubanischen Anschuldigungen nach. Es geht unter anderem um dramatische Ereignisse nach der Machtergreifung Castros in Kuba. Von Dezember 1960 an werden über 14.000 kubanische Kinder von ihren Eltern in die USA geschickt - ein gewaltiger Exodus, eine nie vergessene Tragödie für das Land. Einige Kinder sehen ihre Eltern nie wieder oder wenden sich mit der Zeit von ihnen ab. Die Gründe für das abrupte Verlassen der Heimat sind vielfältig. Eine Motivation könnte ein Gerücht gewesen sein, das sich später als falsch herausstellte: Fidel Castro wolle den Eltern ihre Kinder wegnehmen, um sie in Lagern ideologisch umzuerziehen. Jahre später jedoch entsteht die Vermutung, dass sich hinter den Ereignissen eine Geheimdienstoperation der USA verbirgt, an der eventuell auch die katholische Kirche mitwirkte: Die Operation „Pedro Pan“. Sie sollte Fidel Castros Land mitten ins Herz treffen - und steht, soweit die Behauptung der Kubaner, am Beginn einer langen Reihe von Operationen gegen das kommunistische Kuba. Über fünfzig Jahre später befinden sich die CIA-Akten noch immer unter Verschluss, und einige Betroffene leiden nach wie vor unter der Ungewissheit. Diesen und anderen schweren Vorwürfen der Kubaner geht Norbert Busè in seiner Dokumentation „Kubas langer Schatten der Erinnerung“ mit Hilfe von Zeitzeugen, Experten und ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern nach. Da bis heute keine gemeinsame Vergangenheitsbewältigung beider Staaten stattfindet, müssen viele Fragen offen bleiben.
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